Curcuma
Curcuma, auch bekannt als Gelbwurz, stammt aus der Wurzel der Pflanze Curcuma longa und wird seit Jahrtausenden in der ayurvedischen und traditionellen chinesischen Medizin verwendet. Der wichtigste bioaktive Inhaltsstoff ist Curcumin – ein Polyphenol mit antioxidativen und entzündungsmodulierenden Eigenschaften. Für eine bessere Aufnahme wird Curcuma häufig als Extrakt standardisiert und in Kombination mit Piperin (aus schwarzem Pfeffer) ergänzt.
Die Liste an potenziellen Wirkungen von Curcuma ist umfangreich – doch nur teilweise wissenschaftlich zugelassen:
Für Curcuma oder Curcumin liegen derzeit keine von der EU zugelassenen Health Claims vor. Deshalb dürfen keine gesundheitsbezogenen Aussagen im rechtlichen Sinne gemacht werden. Traditionelle Anwendungen beziehen sich auf die Verdauung, das Immunsystem und den Gelenkstoffwechsel, doch diese Aussagen sind bislang nicht durch die Health-Claims-Verordnung abgesichert.
Dosierung
Ein offizieller NRV-Wert für Curcuma-Extrakt existiert nicht.
Typische Dosierungen in Nahrungsergänzungsmitteln liegen zwischen 150 mg und 500 mg Curcuminoiden pro Tag – abhängig von Bioverfügbarkeit und Formulierung.
Eine gezielte Zufuhr ist besonders interessant für:
– Personen mit erhöhtem oxidativen Stress
– Menschen mit Gelenkbeschwerden
– Personen mit verdauungsbezogenen Beschwerden
– Sportlich aktive Menschen
Synergien mit anderen Nährstoffen
Die Bioverfügbarkeit von Curcumin ist in reiner Form sehr gering. Omega-3-Fettsäuren, Phospholipide (z. B. Lecithin) und Resveratrol werden zur synergistischen Unterstützung diskutiert, insbesondere in antioxidativen Komplexformulierungen.
Natürliche Quellen von Curcumin
Curcumin kommt fast ausschließlich in der Gelbwurzel (Curcuma longa) vor. Die besten natürlichen Quellen sind:
Curcumapulver (etwa 3–5 % Curcuminanteil)
Frische Curcuma-Wurzel (je nach Sorte ca. 1–3 % Curcuminoide)
Currymischungen (enthalten geringe Mengen Curcuma)
Für therapeutisch relevante Mengen sind standardisierte Curcuma-Extrakte meist notwendig.
Wissenschaftliche Quellen
Hewlings & Kalman: Curcumin: A Review of Its’ Effects on Human Health, abgerufen am 28.08.2025
Shoba et al.: Influence of piperine on the pharmacokinetics of curcumin, abgerufen am 28.08.2025
EFSA: Scientific Opinion on the safety of turmeric and curcumin as food ingredients, abgerufen am 28.08.2025
BfR: Einschätzung zur Verwendung von Curcuma in Nahrungsergänzungsmitteln, abgerufen am 28.08.2025
Deutsche Gesellschaft für Ernährung (DGE): Fachinformationen zu sekundären Pflanzenstoffen, abgerufen am 28.08.2025